Inhaltsangabe schreiben

Die wichtigsten Regeln: Aufbau, Zeitform und typische Fehler

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Was ist eine Inhaltsangabe?

Die Inhaltsangabe ist die erste Aufsatzform, die im Deutschunterricht systematisch geübt wird (ab Klasse 5–7). Obwohl sie einfach klingt, hat sie strenge formale Regeln, deren Einhaltung ein zentrales Bewertungskriterium ist.

Die wichtigsten Regeln: Präsens verwenden („der Protagonist geht“, nicht „der Protagonist ging“), direkte Rede in indirekte Rede (Konjunktiv I) umwandeln, sachlich bleiben (keine eigene Meinung, keine Wertungen), eigene Worte verwenden (nicht vom Original abschreiben), und proportional kürzen (die Inhaltsangabe soll etwa 1/3 bis 1/4 der Länge des Originaltextes haben).

Anders als bei analytischen Aufsatzarten wird die Inhaltsangabe vor allem an der Einhaltung ihrer formalen Regeln gemessen. Wer Präsens, Konjunktiv I und Sachlichkeit konsequent durchhält und alle wichtigen Handlungspunkte vollständig erfasst, hat bereits den Großteil der Punkte.

Aufbau

1
Einleitungssatz
Ein einzelner Satz mit: Autor, Titel, Textart, Erscheinungsjahr (falls bekannt) und dem zentralen Thema. Der Einleitungssatz ist der wichtigste Satz der gesamten Inhaltsangabe.
Alle Pflichtangaben in einem Satz, Thema korrekt erfasst
2
Hauptteil
Sachliche Zusammenfassung der Handlung in eigenen Worten. Chronologische Reihenfolge, alle wichtigen Handlungspunkte, keine unwichtigen Details. Direkte Rede in Konjunktiv I umwandeln.
Präsens durchgehalten, Konjunktiv I bei indirekter Rede, Sachlichkeit (keine Wertungen), eigene Worte, Proportionalität
3
SchlussOptional
Optionaler kurzer Schlusssatz, der das Ergebnis oder Ende zusammenfasst.
Falls vorhanden: sachlich und knapp

Worauf Sam achtet

Sam bewertet deinen Aufsatz nach diesen vier Kriterien:

Formale Regeln
Präsens, Konjunktiv I, sachlicher Stil, eigene Worte, keine direkten Zitate — konsequent eingehalten
Inhaltliche Vollständigkeit
Alle wichtigen Handlungspunkte erfasst, zentrale Figuren und Konflikte benannt
Proportionalität
Deutlich kürzer als Original (1/3 bis 1/4), Hauptereignisse angemessen gewichtet
Einleitungssatz
Vollständig (Autor, Titel, Textart, Jahr, Thema) in einem Satz

Häufige Fehler

Beispiel-Feedback von Sam

So sieht Sams Feedback in der Praxis aus:

Stärke
„In der Kurzgeschichte ‚Das Brot“ von Wolfgang Borchert aus dem Jahr 1946 geht es um ein Ehepaar, das nach dem Krieg mit Hunger und Misstrauen kämpft.“
Vorbildlicher Einleitungssatz: Textart, Titel, Autor, Jahr und Thema — alles in einem Satz.
Verbesserung
„Der Mann sagte: ‚Ich hatte Hunger.‘“
Direkte Rede muss in Konjunktiv I umgewandelt werden: „Der Mann erklärt, er habe Hunger gehabt.“

Häufig gestellte Fragen

Immer Präsens (Gegenwartsform). Auch wenn die Handlung in der Vergangenheit spielt, schreibt man: „Der Protagonist geht…“, nicht „Der Protagonist ging…“.
Etwa 1/3 bis 1/4 der Länge des Originaltextes. Bei einem Text von 800 Wörtern wären das ca. 200–270 Wörter.
Nein — eine Inhaltsangabe wird in eigenen Worten verfasst. Direkte Rede aus dem Original muss in indirekte Rede (Konjunktiv I) umgewandelt werden.
Die Inhaltsangabe wird typischerweise ab Klasse 5–7 systematisch geübt und bildet die Grundlage für alle späteren analytischen Aufsatzformen.

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